Ausstellung "Harzburger Front" in der Volkshochschule Hannover.
Ausstellung "Harzburger Front" in der Hochschule Harz, Wernigerode
Peter Schyga - Kirche in der NS-Volksgemeinschaft
Drei Artikel einer Serie zur Ökologie:
Arbeit und Natur: Gedanken zu einer Kritik der politischen Ökonomie in der Gegenwart
Wieviel Erde braucht der Mensch? - Diskussion um die Grenzen des Wachstum
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Auf dieser Tagung habe ich in meinem Vortrag Arbeit und Natur: Gedanken zu einer Kritik der politischen Ökonomie in der Gegenwart über ehern erscheinende Vorstellungen, dass Arbeit und Produktivität den gesellschaftlichen Fortschritt vorantreibende Kräfte sind, nachgedacht. Denn in zunehmenden Maß, so meine ausführlich begründete These, erweist sich die durch Arbeit geprägte Entwicklung der Produktivkräfte in ihrem naturverzehrenden Charakter als zerstörerisches Moment gesellschaftlichen Daseins.
Im allgemeinen Bewusstsein scheint inzwischen eine Einsicht fest verzurrt: Kein Wachstum um jeden Preis, sorgsamer Umgang mit Ressourcen. Strittig ist unter Fachleuten freilich, wie das "Wachstumsdilemma" gelöst werden kann: nachhaltiges Wachstum oder radikale Umkehr, individuelles Sparen oder gesellschaftliche Kontrolle. Der Artikel setzt sich mit den wichtigsten Spielarten der ökologisch-ökonomischen Kritik auseinander, die bis an den Kern der kapitalistischen Produktionsweise führt.
Artikel in Kommune Nr. 5/10
Die Naturnutzungsbilanz verändert sich entscheidend
Was wir Wachstum nennen, ist der innere Zwang des Kapitals zur Akkumulation. Erhöhung der Arbeitsproduktivität ist die eine Seite, ständiger Hunger nach Land und Ressourcen die andere. In früheren Phasen des Kapitalismus waren immer noch Möglichkeiten der Ausdehnung gegeben. Aber die Erde und ihre Ressourcen sind begrenzt. Die aktuelle Krise, die als Krise des weltweiten Finanzregimes erscheint, ist auch Ausdruck näher rückender Ressourcengrenzen.
Artikel in Kommune Nr. 3/10
Heinrich Jasper: Ministerpräsident des "roten Braunschweig 1927-1930"
Vortrag auf Einladung der STIFTUNG NORD/LB-ÖFFENTLICHE in Bad Harzburg im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu Band 2 der Schriftenreihe Braunschweigische Biografien
Am 20.01.2011 wurde die zweite Wanderungsstation der Ausstellung in den Räumen der Hochschule Harz eröffnet. In Grußworten und –ansprachen vom Rektor der Hochschule Prof. Dr. Armin Willingmann, dem Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt und Schirmherrn dieser Präsentation, Holger Hövelmann und dem Wernigeröder Bürgermeister Peter Gaffert wurde die Bedeutung historischen Erinnerns an die Zeit der Massenformierung der NS-Bewegung für die heutige Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus gerade in diesem Bundesland hervorgehoben In meinem Fachvortrag unter der Überschrift „Die Mitte und der Rechtsextremismus“ setze ich mich mit den Triebkräften, Motiven und Beweggründen auseinander, die damals zu einem Massenansturm Richtung NSDAP führten und heute die Gesellschaften Europas bedrohen.
Nach dreimonatigem Aufenthalt im Braunschweigischen Landesmuseum ist dies die zweite Station der mobilen Version der Ausstellung. Im März wird sie, getragen von einer breiten Kooperationsgemeinschaft, in der Volkshochschule Hannover zu sehen sein, im Mai im Gewerkschaftshaus in Osnabrück. Vorbereitungen für weitere Stationen sind getroffen.
Die nationalsozialistische Ideologie begründet als Religion zu begreifen und ihr in der Untersuchung des „Kampfes der Religionen“ in der NS-Zeit auf die Spur zu kommen, darin lag ein Anliegen, dieses Buch zu schreiben. Anhand konkreter Auseinandersetzungen um Politik und Weltanschauung zwischen der Kirche und den Machthabern in der Reichsbauernstadt sowie den dort tätigen Chefideologen des Reichsnährstands konnte ich mich zentralen Elemente des „Messianismus“ Hitlers und seiner Bewegung annähern. Rasse als das Kernelement der Ideologie von Blut und Boden wird in ihren ontologischen Wurzeln und eschatologischen Bedeutungszusammenhängen aufgespürt. Dies geschieht im darstellenden Wechselspiel von realem Widerstreit der lokalen Kirchen und theoretischer Analyse von Ideologie als Religion im Prozess der herzustellenden materiellen und weltanschaulichen NS-Volksgemeinschaft.
Kirche war ein zentraler Ort für die Feiern der ländlichen Bevölkerung zum Erntedank. Indem die Nationalsozialisten schon 1933 diesen Tag den Kirchen entrissen und ihn zu ihrem Tag der Bauern- und Volksgemeinschaftsinszenierung machten, starteten sie den Kampf um die Deutungshoheit von „Schöpfung“ gegen den christlichen Glauben. Auch wenn die Landeskirchen diese Dimension kaum gesehen haben, so äußerte sich der Widerstand gegen diesen Akt der Okkupation auf lokaler Ebene in der Reichsbauernstadt Goslar. Hier waren wesentliche Abteilungen des ideologischen Apparats des Reichsnährstands untergebracht, von hier strahlte seine Propaganda unter tatkräftigem Mittun der örtlichen Kultureliten in die Region. Goslar, die Inszenierung auf dem Bückeberg bei Hameln, die Widerrede der lokalen Kirchengemeinden waren Thema der Ausstellung, sind festgehalten in der vorliegenden Dokumentation.
Diese Schrift soll als erste Materialgrundlage dienen, um in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis in Bälde eine Dauerausstellung zum Thema „NS-Erntedank“ in Niedersachsen zu organisieren.
Zur Politik des Reichsnährstands in der Region Goslar. Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung der Propstei Goslar zu NS-Erntedank in Liebenburg